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Hallo Fahrerlager Classic

Bewertung:
Autor: Rainer Braun
Artikelnummer: 9901529005
ISBN : 978-3927458802
Lagerstatus: Artikel sofort verfügbar
Preis: 59,90 € *
Beschreibung:
Der krönende Abschluss einer Serie und einer Autoren-Karriere: Mit dem Titel „Hallo Fahrerlager Classic“ beschließt Reporter-Legende Rainer Braun nicht nur die seit 2007 erfolgreiche und mehrfach nachgedruckte „Hallo Fahrerlager“-Buchreihe, sondern auch seine Laufbahn als Journalist und Kommentator.

Der vierte und letzte Teil ist zweifelsohne das Grand Finale einer Erfolgsgeschichte. „Hallo Fahrerlager Classic“ überragt seine Vorgänger nicht nur bei Format und Umfang, es beeindruckt auch mit spektakulären historischen Fotos aus vier Jahrzehnten.

Inhaltlich setzt „Hallo Fahrerlager Classic“ die große Tradition der Serie fort. Mit kurzweiligen Geschichten nimmt Rainer Braun seine Leser mit auf eine Zeitreise durch die letzten 50 Jahre des deutschen Motorsports. So beschreibt er den Aufstieg und Fall des Eifelland-Rennstalls, lässt die Geschichte der Flugplatzrennen Revue passieren und widmet sich dem Kult-Auto Ford Capri RS.

Amüsante Stories - wie die Reisen zu den abenteuerlichsten Reporter-Plätzen - wechseln sich mit großartigen Hintergrundgeschichten ab, die nur jemand schreiben kann, der von A bis Z hautnah dabei war. Etwa bei der Wiedergeburt der neuen DTM, die Braun als Teil des „Untergrund-Quartetts“ mit initiiert hat.

Neben den großen Episoden der Motorsport-Geschichte finden in diesem Werk aber auch die traurigen Ereignisse ihren Platz. So erinnert Braun an einige seiner tödlich verunglückten oder verstorbenen Freunde wie Gerhard Mitter, Harald Ertl, Rolf Stommelen, Manfred Winkelhock, Stefan Bellof oder Bob Wollek.

Ob heiter oder melancholisch, Rainer Braun versteht es wie kaum ein Zweiter, seine Leser an großen Momenten der Motorsport-Historie teilnehmen und in bestimmte Szenarien eintauchen zu lassen. Dazu gehört auch die vergnügliche Schilderung exzessiver Motorsport-Wochenenden vor dem Fernseher und daraus resultierenden Schieflagen des Familienfriedens.

Sein lebendiger Erzählstil, gepaart mit faszinierenden Archivaufnahmen, macht „Hallo Fahrerlager Classic“ zu einem großartigen Schlusspunkt einer erfolgreichen Buchreihe.

Technische Daten:
Herausgeber und Autor: Rainer Braun
Format: 28 x 24 cm, Hardcover
Seitenzahl: 288
Fotos: 82 in Farbe und 337 in Schwarzweiß
Sprache: Deutsch
Kundenrezensionen:
5 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen.
2 Kundenrezensionen.
Thomas N.
21.10.2015
Der renommierte Motorsport-Journalist Rainer Braun hat sich in so vielfältiger Weise betätigt, dass man ihn ohne Übertreibung als eine Institution des deutschen Motorsports bezeichnen kann: Er war Rennfahrer, er hat die deutsche Formel V maßgeblich mitbegründet, er hat sich in der Industrie für den Motorsport engagiert und sich an unzähligen Rennstrecken als Streckensprecher betätigt, er hat zahlreiche junge Rennfahrer unterstützt und mit seiner Förderung zu so manch großen Karriere seinen Beitrag geleistet, er hat zahlreiche Bücher verfasst - zum Beispiel über Stefan Bellof, Klaus Ludwig und den Ford-Motorsport - , und er hat in fast allen namhaften Motorsport-Zeitschriften seit den 1960er Jahren seine Artikel, Kolumnen und kritischen Analysen publiziert. Schließlich sollen auch die unzähligen TV-Übertragungen der unterschiedlichsten Rennserien, die er so unvergleichlich kommentiert hat, nicht unerwähnt bleiben; am besten sind natürlich seine Berichte von der "alten" DTM auf 3sat in Erinnerung.

Seine überaus beliebte Buchreihe "Hallo Fahrerlager" krönt er nach drei Ausgaben im kompakten Format nun mit diesem opulenten Band "Hallo Fahrerlager Classic". In insgesamt zwanzig Kapiteln gibt Rainer Braun wieder seine Hintergrundkenntnisse und Insidererlebnisse preis - immer spannend, zuweilen belustigend, manchmal aber auch nachdenklich machend. Wer kann sich noch an die Mannschaft des früheren Autoherstellers Glas als kleines Werksteam erinnern, wer hat noch die Geschichte des Eiffelland-Teams in der Formel 1 im Kopf, und wer kann noch die Erfolgsgeschichte des Ford Capri RS im Tourenwagensport erzählen? All das ist für Braun kein Problem. Der Leser wird auf beeindruckend vitale Weise in das Renngeschehen vor 40 oder 50 Jahren zurückversetzt. Aber der Autor schwelgt nicht nur in frühen Erinnerungen. Seine Betrachtungen reichen bis in die Gegenwart - sei es die Wiederauferstehung der DTM, an der Braun maßgeblich mitgewirkt hat, oder die Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Formel V" auf dem Norisring in diesem Jahr. Da er in der Formel V von jeher eine ganz entscheidende Rolle gespielt hat, ist es kein Wunder, dass er in diese seinerzeit elementare Nachwuchsklasse des Motorsports einen besonders ausführlichen und ins Detail gehenden Einblick gibt.

Herrlich sind Rainer Brauns Beschreibungen der teilweise abenteuerlichen Arbeitsplätze für Reporter an den Rennstrecken und der kleinen Belastungsprobe für den Familienfrieden, wenn er ein Wochenende bei Rennübertragungen vor dem Fernseher verbringt. So wie die spannenden und heiteren Begebenheiten zum Motorsport gehören, so muss man aber auch an die tragischen Momente erinnern. Und Rainer Braun macht dies - persönlich sehr betroffen - mit bewegenden und einfühlsamen Worten über Gerhard Mitter, Rolf Stommelen, Harald Ertl, Manfred Winkelhock und Stefan Bellof, um nur einige der Weggefährten zu erwähnen, die er im Laufe eines Lebens im Motorsport verloren hat.

Der vorliegende Band unterscheidet sich nicht nur in Umfang und Gestaltung von den bisherigen "Hallo Fahrerlager"-Ausgaben, sondern erlaubt aufgrund des großen Formats auch eine erheblich reichhaltigere Illustration erstklassiger Qualität. Braun hat sein eigenes Archiv geöffnet und begeisternde Fotos aus den über 50 Jahren seines Wirkens zutage gefördert. Hier wird tatsächlich vieles erstmals veröffentlicht, und der Betrachter meint die Atmosphäre vergangener Rennen noch einmal zu spüren. Die teilweise großformatigen Fotografien sind in der von McKlein Publishing gewohnten Qualität reproduziert. Das Buch ist bestens verarbeitet und auf hochwertigem Papier gedruckt.

"Hallo Fahrerlager Classic" ist in zwei unterschiedlichen Ausgaben erhältlich. Neben der Standardausführung gibt es auch die sich mit Sicherheit zu einem Sammlerstück entwickelnde "Edition 500", die vom Autor signiert und auf 500 Exemplare limitiert sowie durch einen Schuber geschützt ist.

Rainer Braun meint, dies sei der Abschluss seiner Autorentätigkeit – das glaube ich nicht, warten wir mal ab . . .wer so jung geblieben ist, kann immer noch mal nachlegen.

Thomas Nehlert
Uwe M.
20.10.2015
Informativ, spannend, unterhaltsam, tief- und hintergründig. Das (vielleicht!) letzte Werk des Motorsport-Experten Rainer Braun.
Der Doyen des deutschsprachigen Motorsport-Journalismus (Herbert Völker ist zwei Jahre jünger) hat noch einmal zugeschlagen. Rainer Braun hat mit seinem neuen Buch „Hallo Fahrerlager Classic“ zum finalen Rundschlag ausgeholt. Nach inzwischen drei herzerfrischenden Bänden „Hallo Fahrerlager“ seziert er in seiner unverwechselbaren Erzählweise bisher Unbekanntes, Skurriles und Gefühliges aus der Welt des Motorsports der letzten 50 Jahre heraus und bringt es in die Gegenwart zurück. Gewollt – ohne eine Spur von Aufdringlichkeit - oder ungewollt erzählt Braun so die Geschichte seines bewegten Lebens als Journalist, TV-Reporter, Moderator, Berater und Buchautor mit der grenzenlosen Liebe zum Motorsport.
Beim Vorwort beschleicht den Leser Wehmut. Wer jahrzehntelang Brauns eindringliche und dabei angenehme Stimme, Sprache und Schreibe gewohnt war, mag nicht glauben, was der da schreibt und „Hallo Fahrerlager Classic“ mit auf den Weg gibt: „… irgendwann muss man auch mal einen Schlusspunkt setzen. Jetzt kann ich zufrieden von der PS-Bühne abtreten.“ Und mit diesem, seinem letzten großen Oevre setzt er sich ein unverrückbares Denkmal.
Das 288 Seiten starke, angenehm in der Hand liegende Prachtstück ist randvoll gepackt mit komprimierter Information und Renn-Atmosphäre, unendlich vielen Hintergrundgeschichten und einer schier unglaublichen Auswahl von Fotos und anderen Zeitdokumenten, die das Geschriebene trefflich ergänzen. Am wichtigsten sind Braun die Menschen, die das Leben in den Motorsport bringen. Fahrer natürlich an erster Stelle, aber auch Macher und Kolleginnen und Kollegen. Allein 70 Seiten widmet der Autor seinen verlorenen Freunden („lost friends“). In hintergründigen, bewegenden Portraits gedenkt er aller toten Weggefährten, die ihm ganz besonders am Herzen lagen – vor allem, das ist klar – seiner Schützlinge Stefan Bellof, Hans-Georg Bürger und Markus Höttinger. Er erinnert aber auch an Menschen, die in der Öffentlichkeit nicht so präsent waren wie die Rennfahrer, an Männer wie Dieter Stappert, Willy Knupp, Kalli Hufstadt oder Gustav Büsing – Braun beschreibt sie mit all ihren Leistungen, mit denen sie im Motorsport, und darüber hinaus, etwas bewegt haben.
Braun zeigt in „Hallo Fahrerlager Classic“ das ganze Spektrum seines Wissens um den Motorsport. Er erzählt vom Breitensport, z. B. von den verschiedenen Markenpokalen, wo er – einst selbst erstklassiger Rennfahrer - von vorderster Front berichtet. Er greift Themen aus dem Bereich des Spitzensports heraus und schildert dort Begebenheiten, die bis dato nur die Beteiligten kannten. Und dabei macht er auch keinen Bogen um die kritischen Themen; alles formuliert er gradlinig, aber charmant, nennt Ross und Reiter: Warum BMW Ende 1970 aus der Formel 2 aussteigen musste, warum es Anfang der Achtziger mit dem Ford C100 nicht funktionierte oder welcher Geburtshilfe es für die neue DTM bedurfte – all das und vieles mehr erläutert Braun in straffem, klarem Stil. Die 20 Kapitel von „Fly & Drive (Flugplatzrennen) über Rallye-, Berg- und Formel-Sport bis hin zu sehr Persönlichem wie dem eigenen Engagement mit dem alljährliche Klassentreffen in Essen geben tiefen Einblick in die Welt des Motorsports, so wie sie nur ein Insider gesehen hat und dann noch so trefflich beschreiben kann wie Rainer Braun.
In Anlehnung an das Loriot´sche Bonmot über den Hund könnte man Rainer Brauns Botschaft und seine Lebens-Philosophie so interpretieren: Ein Leben ohne Motorsport ist zwar möglich – aber es macht keinen Sinn. Wem es ein Stück weit ebenso geht, in dessen Bibliothek gehört „Hallo Fahrerlager Classic“.

Uwe Mahla
DE